Berichte

 

    Unsere übergreifenden Ziele sind:
  • die Mündlichkeit als Grundlage für die Schriftlichkeit zu sehen
  • ein Bewusstsein für Grammatik zu schaffen
  • vom passiven zum aktiven (Sprach-)Wissen zu gelangen
  • vom Einfachen zum Komplexen vorzugehen
  • eine in der Förderung der Kinder eingebettete kompetenzorientierte Elternarbeit zu leisten
  • ein Netzwerk zu schaffen und den Austausch unter Fachkräften zu fördern
    In unserer Linguino-Werkstatt arbeiten wir nach folgenden methodischen Grundsätzen:
  • Wir schaffen eine spezifische Lehr-Lernsituation, indem wir uns in einen eigenen Raum zurückziehen.
  • Damit schaffen wir für die Kinder eine Lernsituation, in der sie keine Angst haben, Fehler zu machen, und in der sie keinen Druck haben, etwas richtig sagen zu müssen.
  • Wir haben unsere Rituale, die wir bei jeder Fördereinheit wiederholen.
  • Wir setzen möglichst alle Sinne ein, um alle Lerntypen zu berücksichtigen.
  • Wir betten die sprachlichen und grammatischen Lernziele in einer Handlung ein, die wir durchführen und sprachlich begleiten (gelenkte Sprachübung).
  • Wir arbeiten nach dem Prinzip „weniger ist mehr“: Wir setzen pro Fördereinheit wenig neuen Wortschatz ein, in der gelenkten Sprachübung greifen wir auf nur eine Äußerung zurück und variieren sie nicht.
  • Wenn Kinder sich mit der Äußerung schwer tun, dann zergliedern wir sie (in einzelne Wörter oder – wenn nötig - in einzelne Silben)
  • Wir geben den Kindern bewusst die Möglichkeit, nachzusprechen.
  • Wir korrigieren Fehler behutsam; korrektives Feedback und aufmerksames Hinhören helfen uns dabei.
  • Wir geben den Kindern schnell Hilfestellungen; sie sollen nicht lange in einer sprachlosen Situation verbleiben.
  • Wir geben den Kindern immer ein motivationsförderndes Feedback.
  • Die kreativen Strategien und Einfälle der Kinder greifen wir immer auf.
  • Jedes Kind kommt dran.
  • Binnendifferenzierung ist unser ständiger Begleiter.
  • Wir bauen Eselsbrücken ein oder lassen sie von den Kindern selbst bilden.
  • Die Fördereinheit ist voller Wiederholungen.
  • Wir und die Kinder setzen zu jeder Gelegenheit Mimik und Gestik ein.
  • Wir unterstützen die sprachlichen Versuche der Kinder mit Augenkontakt und - wenn nötig - auch mit Körperkontakt, um für Atmung und Haltung ein Bewusstsein zu schaffen.
  • Wir achten bewusst auf unser eigenes Sprechverhalten: Wir sprechen langsam und deutlich, setzen bewusst die Intonation ein nutzen das Spiel unserer Stimme aus.
  • Wir geben für die Kinder ein klares sprachliches Vorbild ab.
  • Die Erstsprachen der Kinder sind bei uns willkommen; wir bauen sie explizit ein und fördern das kontrastive Sprachenlernen.
  • Wir bringen den Kindern bei, auf äußere Hilfestellungen zurückzugreifen: die Eltern nach einzelnen Wörtern und Äußerungen in der Erstsprache zu fragen, in ein- und zweisprachigen Wörterbüchern und Lexika nachzuschlagen etc.

nach: Guadatiello, Angela (2003) KIKUS – Sprachförderung Deutsch für Kinder im Vor- und Grundschulalter. Projektdokumentation – Linguistische Analysen – Empfehlungen. München: Zentrum für kindliche Mehrsprachigkeit e.V

© 2010 Initiativgruppe e.V.
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